Die Motivation der Freiwilligen sowie die Qualität ihrer Tätigkeit ist eng verknüpft mit der Passung von Person und Tätigkeit. Die Anforderungen der Tätigkeit und die individuellen Kompetenzen sollten in Einklang gebracht werden. Soweit zusätzliche Kompetenzen gefordert sind, müssen adäquate Ressourcen zur Verfügung stehen, die es den Freiwilligen ermöglichen, sich neues Wissen und weitere Fertigkeiten anzueigenen.
Das Qualifikationskapitel des Handbuchs beschäftigt sich mit
- Ausbildungsinhalten
- der Erfassung des Ausbildungsbedarfs
- verschiedenen Phasen der Freiwilligenausbildung
- der Gestaltung und Organisation von Schulungen
- potentiellen Ausbildern
- sowie der Evaluation der Ausbildung.
Auch die Grenzen der Freiwilligen-Qualifikation werden diskutiert.
Evaluation der Freiwilligentätigkeit
Freiwillige benötigen Rückmeldung über die Wirkung ihrer Arbeit. Die höchste Anerkennung für die Freiwilligen ist der Erfolg ihrer Tätigkeit und die Dankbarkeit der Zielgruppe.
Gerade im Bereich der Suchtprävention ist es jedoch nicht immer leicht, die Auswirkungen von Maßnahmen und Interventionen direkt zu erkennen. Dokumentation, Monitoring und Evaluation sind daher hilfreiche Methoden wenn es darum geht, die Effekte der Freiwilligentätigkeit sichtbar zu machen und die Aktivitäten anzupassen und zu verbessern. Darüber hinaus sind sie wichtige Aspekte der Qualitätssicherung.
Das Handbuch fokussiert:
- Möglichkeiten der Dokumentation: Protokolle, Tätigkeitsberichte, Fotos, mündliche Berichte
- Instrumente und Datenquellen des Monitoring: Statistiken, Fragebogen, Interviews, Fokusgruppen
- Sinn und Vorteile von Evaluation
Beispielfragebogen und kreative Evaluationsmethoden für die praktische Anwendung werden bereitgestellt.
Charta für freiwilliges Engagement in der Suchtprävention
Die Charta für freiwilliges Engagement im Bereich der Suchtprävention basiert auf der Übereinkunft der Mitglieder des europäischen MoQuaVo-Projekts. Sie orientiert sich an der 'Universal Declaration on Volunteering' (IAVE, 2001) und an verschiedenen anderen Erklärungen zum Ehrenamt. Die Charta beschreibt das Verständnis der Projektpartner von Freiwilligentätigkeit sowie deren Bedeutung für die Gesellschaft und nennt Leitlinien für freiwilliges Engagement, wie sie von den Projektpartnern als wichtig angesehen werden.
Die Charta nimmt Stellung zu folgenden Aspekten:
- Was ist Freiwilligentätigkeit?
- Die Bedeutung des Freiwilligenengagements
- Grundlegende Prinzipien für freiwilliges Engagement
- Prinzipien für die Organisation
- Prinzipien für die Freiwilligen
Zentrale Aussagen und Leitsätze werden im Anschluss an die Charta erläutert.
Spiele und Übungen für Gruppen
Spiele und Übungen können helfen, ein Arbeitstreffen oder eine Schulung aufzulockern, neue Konzentration zu gewinnen und Teamgeist zu entwickeln. Inhalte, die die Suchtprävention betreffen, können dabei ebenfalls spielerisch vermittelt werden.
Entsprechend stellt das Handbuch eine Reihe von Spielen und Übungen zu den folgenden Gelegenheiten vor:?
- Spiele für den Start eines Treffens oder einer Gruppe (Atmosphäre schaffen, Namen lernen, sich kennenlernen, Teamgeist entwickeln)
- „Fun breaks“ zur Auflockerung von Schulungen und Arbeitstreffen
- Feedback-Methoden
- Abschluss eines Treffens